Nun aber kommt
eine ziemliche "Durststrecke", zum nächsten Etappenziel sind es ca. 3 km. Wir gehen erst südlich zur Verbindungsstraße runter, biegen in diese nach links ein und folgen ihr fast bis zum Ortsende. Nach einer kleinen Brücke, über das Rotbachaubächlein direkt vor der Ortsendetafel, biegen wir dann nach links in einen Waldweg ein. Nun folgen wir einfach der Ausschilderung. Sie führt uns nach Norden durch den Wald (leider ein etwas ramponierter Waldweg), über eine geteerte Verbindungsstraße (Schönbrunn Mauth) auf eine Schotterstraße. Dieser folgen wir, biegen nach etwa 100 m nach rechts ein und wandern weiter, etwa 2 km nach Osten, Richtung Mauth. Nun biegen wir links in einen Wanderpfad ein und steigen auf den 908 m hohen Leckerriegel. Kurz vor dem Leckerriegel überqueren wir das erste Mal die Trasse der ehemaligen Waldbahn. 1909 wurde damit begonnen, die Spiegelauer Waldbahn zu bauen. Sie erreichte im Endausbau ein Schienennetz von insgesamt 130 km Länge. Die Spiegelauer Waldbahn erschloss den gesamten Bereich des heutigen Nationalparks und entlang dieser Schienenwege siedeln sich mehrere Sägewerke (z.B. Graupsäge, Sagwassersäge) an, deren Produkte die Waldbahn zum Reichsbahnhof nach Spiegelau brachte. Im Jahr 1928 wurde bei der früheren Graupsäge der Bau einer Nebenstrecke von etwa 2 km nach Norden, entlang der "Kleinen Ohe" bis zur Fredenbrücke begonnen.

Aus Rentabilitätsgründen wurde dieser Ausbau aber bald wieder eingestellt. 1961 wurde das letzte Stück Waldbahn abgebaut und der Holztransport auf Waldwege und Forststraßen verlegt.