Die Dorfkapelle in Raimundsreut
Vor mehr als 200 Jahren, so um 1800, wurde erstmals eine hölzerne Kapelle erbaut.
An gleicher Stelle wurde im Jahre 1975 die neue Dorfkapelle aus Mauerwerk und auch mit einem Glockenturm versehen, erbaut.
Im Inneren ist ein Altarraum mit großem Kreuz, ein Kreuzweg mit Holzrahmen und, was besonders hervorzuheben ist: es befinden sich neben dem Altarstein einige Raimundsreuter Hinterglasbilder.

Die Glocke der Kapelle ist der hl. Maria geweiht und hat einen ganz milden, feinen Klang.
Die Aufschrift auf der Glocke lautet:

"MARIA ORA PRO NOBIS"
(Maria bitte für uns) und:
"JOSEPH GAISBAUER (84)"



Es wird berichtet, dass früher bei einem herannahenden Gewitter mit der Marienglocke geläutet wurde.
Die Gewitter haben sich dadurch immer abgeschwächt und sich zur nahen Kanzel, zum Steinberg verzogen. Raimundsreut wurde so immer durch die heilige Kraft der Glocke vor Unheil bewahrt. In der Kapelle wird zu regelmäßigen Zeiten die hl. Messe gelesen und es werden Maiandachten abgehalten. Ein neues "Taferl" können wir hier betrachten. Es ist ein Bild des Hl. Raimund, gemalt, und bei der Einweihung des Mühlwegtaferls gestiftet, wurde es von der Hinterglasmalerin
Gertraud Küblböck.