| Wir wandern nun auf diesem
Buchaberger Heuweg Richtung Glashütte (südwestlich) weiter und überqueren dabei zum zweiten Mal die Waldbahntrasse. Sie hatte eine Spurweite von 600 mm. Ein Zug bestand meistens aus der Lok, die mit Lokführer und Heizer besetzt war, dem Ausrüstungswagen und zehn Trucks; er konnte 100 bis 120 Ster Scheitholz oder 40 bis 80 Festmeter Stammholz transportieren. 1930 wurde die unglaubliche Holzmenge von 120.000 Festmeter Großnutzholz, 40.000 Ster Schichtholz und 2.100 Tonnen Stückgut gefahren. Nach 20 Min. erreichen wir wieder die Teerstraße, in die wir nach rechts, Richtung Glashütte, einbiegen. Nun müssen wir leider ein kurzes Wegstücks diese Verbindungsstraße benutzen. Bis zum Jahr 1889 wurde in der Glashütte noch Glas hergestellt. In der Blütezeit gab es hier auch eine Schule. 1897 wurde das Gut "zertrümmert" und die Grundstücke an siedlungswillige Bürger verkauft. 1905 wurde der Ort von einer Feuersbrunst fast völlig zerstört. Das Taferl am Ochsenberg Kurz vor Glashütte biegen wir nach links ab (in Richtung Hohenau) und ver-lassen die Teerstraße dann am Waldrand - wir biegen nach rechts, zu unserem letzten Taferl auf unserem Weg, dem "Hannes-Taferl" ein. ![]() Es steht am Ochsenberg, am alten Kirchenweg, den die Einwohner von Glas-hütte zum Kirchgang nach Schönbrunn benutzten. Der Weg war auch die Verbindungsstraße nach Mauth. Auch der Cristian-Hannes aus Schönbrunn musste diesen Weg immer nach Glashütte zu seiner Arbeitsstelle in Glashütte gehen - als Schichtarbeiter oft auch nachts. An der Wegkreuzung am Ochsenberg, mitten im Wald, hat er dann immer etwas mit glühenden Augen gesehen und er hat sich immer sehr gefürchtet. Nun stand auf dieser Kreuzung - mitten auf dem Weg, auf einer Insel - ein großer dicker Baum, an dem hat er dann ein Muttergottes-Taferl angebracht. Seitdem hatte er Ruhe, es hat nicht mehr "geweihratzt". Den Baum haben sie dann irgendwann abgeholzt - das Taferl mit Bild war verschwunden. Max Gassler hat dann 1985 ein neues Taferl angefertigt und in den letzten Jahren erneut renoviert. Das jetzige Bild (eine Fatima-Madonna) stammt von Franz Einberger. Auch dieses Taferl wird vom Wanderverein Schönbrunn gepflegt. |