Palmsonntag
Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag der Fastenzeit und der Beginn der Karwoche. Am Palmsonntag wird der festliche Einzug Jesus in Jerusalem gefeiert. Zum Zeichen seines Königreichs streute das Volk Palmzweige und jubelte ihm zu. Palmen wurden damals als heilige Bäume verehrt, sie galten als Sinnbild des Lebens und des Sieges. Palmzweige sind Symbol der Märtyrer und zeigen deren Sieg über die Mächte der Welt. Da in Mitteleuropa keine Palmen wachsen, ersetzte man diese durch Palmkätzchen. Diese schön gebundenen Sträuße werden am Palmsonntag mit in den Gottesdienst gebracht und vom Priester gesegnet.

Als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage am Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: „Geht in das Dorf dort vor euch, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; macht sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand anspricht, so sagt: Der Herrn bedarf ihrer, und er wird sie sogleich ziehen lassen.“ Dies aber ist geschehen, damit sich erfüllte, was gesagt ist durch den Propheten; „Sagt der Tochter Sion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einer Eselin reitend, mit einem Füllen, dem Jungen des Lasttieres. Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte. Sie brachten die Eselin mit dem Füllen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele aus der Volksmenge breiteten ihre Mäntel auf den Weg; andere hielten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Scharen, die vorausgingen und nachfolgten, riefen: „ Hosanna dem Sohne Davids! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“ Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: „Wer ist dieser?“ Die Scharen aber riefen: „Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa.

(Mt 21, 1 – 11)