Fronleichnam

Mit dem Fronleichnamsfest feiert die Kirche die leibliche Gegenwart Jesus Christi im Sakrament der Eucharistie. Der Name Fronleichnam bedeutet wörtlich übersetzt „Leib des Herrn“.

Es wird immer am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest gefeiert. Der Donnerstag als Festtermin steht in engem Zusammenhang zum Gründonnerstag, an dem Jesus selbst beim letzten Abendmahl die Eucharistie eingesetzt hat. Wegen des stillen Charakters der Karwoche wird das Fest nicht am Gründonnerstag selbst gefeiert.

Das Fest beginnt mit einer feierlichen Heiligen Messe in der Kirche. Im Anschluss findet die Fronleichnamsprozession statt. Zu dieser Prozession werden im Dorf 4 Altäre aufgebaut, die festlich geschmückt werden. Viele Häuser werden mit Fahnen und Blumen geschmückt.

Die Prozession wird von vielen Abordungen und Vereinen des Dorfes, einer Musikkapelle, den Erstkommunionkindern und vielen Gläubigen begleitet. Dabei wird vom Priester in einer Monstranz eine konsekrierte Hostie durch das Dorf getragen. Die Monstranz wird dabei von einem Stoffbaldachim geschützt, den vier Männer tragen. An den vier Altären wird jeweils ein Evangelium verlesen, gebetet und Fürbitten vorgetragen. Anschließend wird vom Priester der eucharistische Segen erteilt. Die Prozession endet in der Kirche mit einem Schlusssegen.

 Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir.
Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.
Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,
weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin. 

Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir,

doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir.

Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an;

er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.

 

Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht,

stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht:

lass die Schleier fallen einst in deinem Licht,

dass ich selig schaue, Herr, dein Angesicht.