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Gemessen mit anderen Orten im
nördlichen Landkreisteil sind Hohenau und die umliegenden Ortschaften
verhältnismäßig früh besiedelt worden. Hohenau dürfte in der zweiten Hälfte
des 14. Jahrhunderts, etwa um 1380, gegründet worden sein. 1401 wird im
Zusammenhang mit der Herrschaft Puchberg Wildenstein bereits der Ort Saulorn
erwähnt, als es um die Grenzfestlegung ging. Die
zweitältesten Diözesanmatrikel aus dem Jahre 1429 nennen Hohenau als Pfarrei
noch nicht, wohl aber befand sich urkundlich 1476 ein "Benefizium bei der
Kapelle". Die Diözesanmatrikel im Schottenkloster zu Wien aus dem Jahre 1476
führt eine "ewige Messe" zu Hohenau auf. Zur Pfarrei wurde Hohenau um 1500
erhoben und ist somit eine der ältesten Wolfsteiner Pfarreien. 1506 wird die
Pfarrei dem Kollegiatsstift St. Salvator in Passau-Ilzstadt zugeteilt. Wir
hören 1613 von einem Kir-chenbau in Hohenau. Es dürfte sich um die
Erweiterung gehandelt haben, denn das gotische Presbyterium, das uns
erhalten blieb, geht auf die Zeit um 1500 zurück. Der Ort Hohenau
entwickelte sich nur sehr langsam. Die Witterungsverhältnisse machten sich bemerkbar. Man zählte 1538 neun Häuser, genau so viel wie das nahe Dorf "Zum Khirchen", das heutige Dorf Kirchl. Zu jener Zeit war Hohenau schon ein beliebter Wallfahrtsort der Freyunger Wallfahrer: "Ist dem Kreuztrager gehen Hohenaw 4 d(enar) (gegeben worden)", heißt es in der ältesten Freyunger Kirchenrechnung von 1557. 1737 wurde die barocke Pfarrkirche gebaut (Langhaus und Turm, sowie das
Gehäuse der Orgel stammen noch aus dieser Zeit). Der Turm wurde damals als
Zwiebelkuppel gebaut und hat erst 1892 ein Spitzdach aus Schiefer erhaltenAm 1. Juni 1964 war unter Pfarrer Josef Antesberger die Kirchenerweiterung und -erneuerung, am 13. November war bereits Richtfest. Am 10. Oktober 1965 war die Kirchenweihe und Altarkonsekration durch Diözesanbischof Simon Konrad Landersdorfer , Passau. |